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Forschen

Mein Großvater Walter Frick wurde 1908 in Zweibrücken in der Pfalz geboren. Er studierte an der Akademie der Tonkunst München Klavier, Komposition und Diri- gieren. Von 1933 bis 1940 war er Korrepetitor und Kapellmeister am Theater der Hansestadt Rostock. Mit meiner Großmutter, der Sopra-nistin Luise Frick, hatte er zwei Kinder.

Erinnern

Im März 1941 wurde er aufgrund eines Nervenzusammenbruchs von seinem Schwager Armin Beilhack, einem SS-Hauptsturmführer, in eine Heilanstalt eingewiesen, in der er fünf Monate später "an trauriger Verstimmung, Erschöp- fung und Depression verstarb".

Er ist eines von ca. 300.000 Opfern der NS-'Euthanasie'.

Bilden

Seit 2010 forsche ich intensiv zum Schicksal meines Großvaters. Dazu gehören u.a. die Arbeit an einer Buchpublikation und regelmäßige Vortragstätigkeiten. Seit Sommer 2016 setze ich mich auch als stellv. Vorsitzende des Förderkreises Gedenkort T4 e.V. für ein würdiges, lebendiges und gegenwartsbezo- genes Gedenken an die Opfer der NS-'Euthanasie' ein.