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Sigrid Falkenstein, eine der ersten Angehörigen, die mit ihren Recherchen zum einem 'Euthanasie'-Mord - dem an ihrer Tante Anna Lehnkering - an die Öffentlichkeit ging, hielt am 27. Januar eine bewegende und aufrüttelnde Rede im Bundestag. Danke, liebe Sigrid, dass du unsere Herzen und unsere Köpfe gleichermaßen erreicht hast.


Am 26. Januar war ich für ein kleines Live-Interview zu Gast im Studio von Deutsche Welle-TV, um über meine Erinnerungsarbeit und den Förderkreis Gedenkort T4 e.V. zu sprechen. Anlass war der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, an dem in diesem Jahr erstmalig die Opfer der NS-"Euthanasie" in der Gedenkstunde des Bundestages gewürdigt wurden.  


Forschen

Mein Großvater Walter Frick wurde 1908 in Zweibrücken in der Pfalz geboren. Er studierte in München Klavier, Komposition und Dirigie-ren. Von 1933 bis 1940 war er Korrepetitor und Kapellmeister am Theater der Hansestadt Rostock. Mit meiner Großmutter, der Sopra-nistin Luise Frick, hatte er zwei Kinder.

Erinnern

Im März 1941 wurde er aufgrund eines Nervenzusammenbruchs von seinem Schwager Armin Beilhack in eine Heilanstalt eingewiesen, in der er fünf Monate später an "trauriger Verstimmung, Depres-sion und Erschöpfung" verstarb. Er ist eines von ca. 300.000 Opfern der NS-'Euthanasie'.

Bilden

Seit 2010 forsche ich intensiv zum Schicksal meines Großvaters. Dazu gehören u.a. die Arbeit an einer Buchpublikation und regelmäßige Vortragstätigkeiten. Seit Sommer 2016 setze ich mich als stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises Gedenkort T4 e.V. für ein würdiges und gegenwarts-bezogenes Gedenken an die Opfer der NS-'Euthanasie' ein.



Informationen zu meinem Buchprojekt und zum Thema NS-'Euthanasie' finden Sie auch auf meiner Facebookseite sowie auf Twitter!